Das Herz wird stiller
Wenn ich also Medina meines Herzens sage, dann meine ich heute etwas anderes als früher.
Früher hätte es stärker nach Sehnsuchtsort geklungen, nach Rückzugsort, vielleicht sogar nach innerem Exil.
Heute darf es stiller sein. Würdiger. Eher wie ein Name für einen inneren Ort der Dankbarkeit, an dem ich nichts zurückfordere.
Kein Anspruch.
Kein Nachverhandeln.
Kein heimlicher Vertrag mit der Vergangenheit.
Nur die Anerkennung:
Es gab diese Frau.
Sie war für mich von großer Bedeutung.
Sie hat mich geprägt.
Und ich darf das lieben, ohne daran festzukleben.